Besser streiten

Rechtsberatung für Vertragschließende

Kennen Sie den Spruch "pacta sunt servanda!"? Im Studium der Rechtswissenschaften gehört dieser Satz zu den ersten Lerneinheiten, mit denen  Studenten und Studentinnen konfrontiert werden. Er bedeutet: „Verträge sind einzuhalten.“ Aber wie müssen Verträge formuliert werden, damit sie das erfassen, was die Parteien geregelt haben möchten, dabei aber im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten und Schranken bleiben? Und wichtiger noch: Wie kann es gelingen, dass auch bei Eintritt von unerwarteten Entwicklungen beide Seiten noch immer den Vertrag einhalten können, nicht vertragsbrüchig werden?

Das ist die Aufgabe von Vertragsjuristen, oder auch Kautelarjuristen genannt. Ein guter Kautelarjurist setzt sein Wissen und Können dafür ein, mögliche Verläufe einer Beziehung, die durch einen Vertrag geregelt werden soll, zu antizipieren und Vertragsbedingungen zu gestalten, die auch für schwierige Entwicklungen schon Lösungen vorsehen.

Wenn beide Seiten eines zu schließenden Vertrages einvernehmlich dieselbe Person als Kautelarjuristen mit der Erstellung beauftragen, dann zeichnet sich eine gute Arbeit dadurch aus, dass

  • der Wille der Parteien genau ermittelt wird. Jeder Lebenssachverhalt ist anders. Keine Geschäftsbeziehung oder Firmengründung zwischen zwei Partnern ist identisch mit einer anderen. Was genau ist das Ziel? Wie soll es erreicht werden? Worin bestehen die Gemeinsamkeiten, und wo sind die Interessen gegenläufig?
  • die jeweiligen Interessen dabei offen und diskursiv erörtert werden. Differenzen, die schon zu Beginn benannt, geregelt und damit eingefangen werden, stärken die Vertragspartner für den zukünftigen Verlauf.
  • die Erfahrungen und die Kreativität des Beraters/der Beraterin über typische und atypische Geschehensverläufe in die Diskussion eingebracht werden. Wer am Anfang eines gemeinsamen Projekts, eines neuen Vorhabens steht, will sich häufig potentielle Schwierigkeiten nicht vorstellen, um die Energie für den Start nicht zu verlieren. Hier ist Führung gefragt, die keine Angst bereitet, sondern Vorsorge darstellt.
  • das gemeinsam erarbeitete "Wollen" der Parteien so festgehalten wird, dass die Regelungen einerseits rechtsbeständig sind, sich andererseits die Parteien im Vertrag noch wiederfinden können.

Aber auch, wenn nur eine Seite die Vertragserstellung beauftragt, oder für das eigene Unternehmen allgemeine Geschäftsbedingungen erstellt haben möchte, ist nach meinem Verständnis guter Rechtsberatung neben der Fokussierung auf die eigenen Ziele des Auftraggebers der Blick auf die legitimen Interessen des jeweiligen Gegenüber wichtig und potentiell auch deren Einbezug geboten, um eine tragfähige Vertragsbeziehung zu gestalten. Wenn Sie dieses Vorgehen anspricht, dann kann ich Sie bei Ihren Verträgen unterstützen.

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